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Pfählungsverletzungen

Mit Beispielen aus eigener Erfahrung am Ende des Berichtes.

             

Es gibt 2 Arten durch Pfähle verletzt zu werden:

 

1.

Absichtliche Pfählungen zum Zwecke der Bestrafung im Sinne einer maximal qualvollen öffentlichen Hinrichtung durch Aufspießen eines Verurteilten auf einen Holzpfahl.

                                                                 

Solcherart grausame Strafen wurden in den meisten antiken Kulturen, besonders in China, Asien, Mesopotamien und Ägypten praktiziert.

                                                              

Nach der Zeitenwende erfreute sich das Verfahren auch bei Herrschern in Europa  --  oft religiös verprämt  --  einiger Beliebtheit.

 

Die letzte belegte derartige Pfählung soll im Jahre1800 in Ägypten durchgeführt worden sein.

 

2. 

Unbeabsichtigte Pfählungsverletzungen durch Unfall.

Sie kommen in der Jetzt-Zeit  besonders durch Hoch-Rassanz-Traumen gehäuft vor.

                                                               

Der Ausdruck "Pfählungsverletzung" mutierte dadurch zum medizinischen Fachausdruck.                                                   

 

Zu beiden Verletzungsarten zeige ich Bild-Beispiele:

 

Zu 1.:  in Form alter Stiche,

                                                     

Zu 2.:  in Form selbst gefertigter Photos.

 

 

Zu 1.:

                                                    

Es wurden 3 Hinrichtungsarten mit Pfählen praktiziert:

 

Erste Variante:

 

 

Der Pfahl wurde durch Anus oder Vagina eingeführt ("von unten nach oben").

Danach wurde der oder die Verurteilte  --  mit Pfahl in einer der genannten Öffnungen  -- aufgesetzt.

 

Der Pfahl drang nunmehr durch das Körpergewicht des Gepfählten ganz langsam und unter Verletzung etlicher Organe sowie unter größten Qualen durch den ganzen Körper, bis er zuletzt am Kopfende herauskam.                                                              

 

Nach mehreren Tagen kam es zum Tode des Gequälten.

 

Das Volk ergötzte sich am grausamen Geschehen.

 

 

 

                                                            Assyrisches Relief 1: 

 

 

Assyrisches Relief 2:

(Britisches Museum: Tür aus Assyrien, Region heutiger Irak)

 

 

 

                                                                                                                

                                             

                                                                    Alter Stich: 

                                                       "Durchgängige Pfählung im Mittelalter"

 

  

 

Zweite Variante: 

 

Man durchbohrte dem Delinquenten mit einem angespitzten Pfahl den Brustkorb und richtete danach den Pfahl mit aufgespießtem Opfer auf (sog."Vampir-Pfählung", von

vorn nach hinten)

 

Das Volk durfte und sollte auch hier bis zum qualvollen Ende des Bestraften zusehen:  

 

Alter kolorierte Stich:

                                             

 

 

                         Alte Zeichnung:  Pfählung "von vorn nach hinten":

                                                     

 

 

 

In Europa verschaffte sich der berühmt-berüchtigte Graf Dracula mit der zweiten Pfählungsvariante zweifelhaften Ruhm:

  

 

 

Graf Dracula herrschte Mitte des 15. Jh in der Walachei (heute Rumänien).

Er mußte sich gegen die vordringenden Osmanen (heute Türken) zur Wehr setzen.

 

Seine grausame aber doch erfolgreiche Methode bestand darin, etwa 20.000 Osmanen

zusammen mit eigenen Dissidenten pfählen und zur Schau stellen zu lassen.

 

Er selbst sah dem Drama -- wie man auf den beiden folgenden Stichen erkennt --

genüßlich speisend zu.

 

Den osmanischen Sultan aber beeindruckte das grausame Spiel so sehr,

dass er trotz dreifacher Übermacht mit seinen Truppen das Weite suchte:

 

 

 

  

  

 

 

 

Dritte Variante:

 

Blenden             

                                                

Das  in der Antike und später auch wiederum in Europa durchgeführte Blenden war eine spezielle  --  nicht minder grausame  --  Art der Pfählung:

 

Bei Homer beschreibt Odysseus die Pfälung des Kyklopen Polyphem:

 

"So faßten wir den feuergespitzten Pfahl und drehten ihn in seinem Auge,

und Blut quoll um ihn herum, den heißen.

 

Und alle Wimpern rings und Brauen versengte ihm die Glut des Augapfels, der brannte, und es prasselten im Feuer seine Wurzeln.

 

Und wie ein Mann, ein Schmied, eine große Axt oder ein Schlichtbeil in kaltes Wasser eintaucht, um es, das gewaltig zischende, zu frischen

--  das ist dann wieder die Kraft des Eisens  --:

so zischte sein Auge rings  um den Olivenpfahl."

 

 

 

 2 griechische Vasenmalerein:  Blendung des Polyphen (Kyklope)

 

 

 

 

                                                    Geblendeter Polyphem:

   

 

 

 

Rembrandt van  Rijn: "Die Blendung Simsons" (altes Testament, Buch der Richter): 

 

 

 

 

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Zu 2.: 

 

Unbeabsichtigte Pfählungsverletzungen durch Unfall

 

Pfählungsverletzung durch Schlittenfahrt (3 Bilder):

 

Der Pfahl bohrte sich durch den rechten Oberschenkel zerriß und komprimierte zugleich die rechte Oberschenkelarterie.

 

Hätten beherzte Helfer den Pfahl am Unfallort entfernt,

wäre der verletzte Junge vermutlich verblutet. 

    

 

 

  

 

 

   

 

 

      

Pfählungsverletzung durch Fahrt mit PKW in einen Jägerzaun:

 

Der Querbalken des Zaunes spießte dem Fahrer des PKW durch oberen Hals- und unteren Kopfbereich rechts.

  

Auch in diesem Falle hatten die Rettungssanitäter den Balken,

aus dem mehrere Nägel je 5 cm herausragten, nicht herausgezogen,

sondern den Balken wohlweislich nur zu beiden Seiten der Verletzung abgesägt.

 

Es war zusätzliches Glück, dass der Balken weder Hirn noch Rückenmark durchbohrte.

 

Allerdings wurden Blutgefäße, Unterkiefer und einige Nerven zerfetzt.

Die gerissenen Blutadern wurden wiederum  durch den Balken lebensrettend komprimiert:

 

                     

 

 

  

                                                      Postoperativ (3 Bilder):

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Zeitungsartikel Pyrmonter Nachrichten:

 

   

 

 
www.dr-hartmut-rau.de | HartmutRau@googlemail.de